Das Auto verschrotten - was muss der Besitzer wissen?Bis das der TÜV uns scheidet – das ist eine Weisheit, mit der schon viele Autobesitzer leben mussten. Wenn der TÜV meint, dass eine Weiterfahrt mit dem Auto eine Gefahr für den Besitzer und für andere Verkehrsteilnehmer ist, wird der Wagen stillgelegt. Die Konsequenz daraus ist, dass der Besitzer sein Auto verschrotten muss, ein Schritt, der nicht jedem leicht fällt. Vor allem, wenn es sich um den ersten eigenen Wagen oder um ein Auto handelt, das lange Jahre treue Dienste geleistet hat, ist die Trennung schwer.

Viele Gründe, ein Auto zu verschrotten

Nicht immer ist es der TÜV, der den Besitzer von seinem Auto trennt, oftmals ist es auch ein Unfall mit Totalschaden, der keine andere Möglichkeit bietet, als den Wagen zum Schrottplatz zu bringen. Das Auto verschrotten müssen letztendlich auch diejenigen, die den Wagen nicht mehr verkaufen können, weil er definitiv zu alt ist. Das Auto verschrotten funktioniert auf unterschiedliche Art und Weise. Falls es sich um ein gefragtes Automodell oder sogar um einen richtigen Oldtimer handelt, dann haben oft die Schrottplätze daran Interesse. Sollte das Auto nicht mehr fahren, holen viele Schrotthändler den Oldtimer auch ab, meist sogar kostenlos. Auf dem Schrottplatz wird der Wagen anschließend ausgeschlachtet und die wertvollen Teile werden direkt vor Ort oder im Internet verkauft.

Die Aufgaben eines Schrottplatzes

Ein Auto verschrotten ist nicht die einzige Aufgabe, die ein Schrottplatz hat. Auf vielen Schrottplätzen sind begeisterte Bastler zu finden, die Autos wieder zum Laufen bringen. Für die Besitzer, die eigentlich ihr Auto verschrotten wollen, heißt das: Sie bekommen noch Geld für den alten Wagen. Vielfach kaufen auch Autowerkstätten die Autos an, die eigentlich in die Schrottpresse gehören, damit ihre Auszubildenden an den schrottreifen Wagen üben können. Handelt es sich hingegen um einen seltenen Oldtimer, dann ist jeder Besitzer eines Schrottplatzes begeistert, denn diese Teile sind zum Teil sehr wertvoll und lassen sich entsprechend teuer verkaufen. Es gibt sogar Schrottplätze, die sich nur auf alte Autos und auf seltene Modelle spezialisiert haben.

Wie teuer ist es, ein Auto zu verschrotten?

Wer sein Auto verschrotten will oder muss und dabei Geld will, sollte den Wagen vom Hersteller entwerten lassen. Dieser ist vom Gesetzgeber dazu verpflichtet, den alten Wagen fachgerecht zu entsorgen. Aber Vorsicht, hier gibt es einige Ausnahmen. War das Fahrzeug weniger als 30 Tage angemeldet? Wurden bereits Teile ausgebaut oder war es nicht in der EU zugelassen? In solchen Fällen besteht für den Hersteller nicht mehr die Pflicht, den Wagen zu entwerten. Wie teuer es ist, ein Auto zu verschrotten, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Zu den wichtigsten Faktoren gehören das Auseinanderbauen und das Pressen des Wagens, vielfach kommen ansonsten noch die Kosten für das Abholen des Autos dazu.

Fazit

Wer sich von seinem Auto trennt oder trennen muss, muss auch wissen, welche Papiere notwendig sind, um den Wagen zum Schrottplatz zu bringen. Der Fahrzeugbrief ist immer nötig, ebenso wie eine Vollmacht, wenn ein anderer als der Besitzer den Wagen zum Schrottplatz bringt. Um sich rechtlich abzusichern, lassen sich die meisten Schrottplätze zusätzlich noch den Personalausweis zeigen, ohne gültige Papiere wird kein Schrottplatz den Wagen annehmen.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / ginasanders

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